Alarmmanagement - Plant Historian 5 AM

Alarmmanagement für mehr Anlagensicherheit und -transparenz

Alarmmanagement ISA 18.2, NAMUR NA102 EEMUA 191 Alarmmanagement EEMUA 191 - kpi Alarmmanagement system

Alarmüberwachung und -steuerung sind zentrale Bestandteile vieler industrieller und technischer Systeme. Diese Prozesse gewährleisten, dass Anomalien, Störungen und unerwartete Ereignisse schnell identifiziert und behoben werden, um den reibungslosen Betrieb und die Sicherheit zu gewährleisten. alarmmanagement system alarmmanagementsystem alarmmanagement software

Alarmmanagement ISA 18.2, NAMUR NA102 EEMUA 191 Alarmmanagement EEMUA 191

Umfassendes Alarmmanagement zur Überwachung und Steuerung von Warnmeldungen umfasst verschiedene Elemente. Zunächst ist eine robuste Sensorik und Datenerfassung entscheidend. Diese Sensoren müssen in der Lage sein, relevante Parameter kontinuierlich und präzise zu messen. Dazu gehören Temperatur, Druck, Durchfluss, chemische Zusammensetzungen und viele andere spezifische Variablen, die für den jeweiligen Anwendungsfall relevant sind. alarmmanagement system alarmmanagementsystem alarmmanagement software

Alarmmanagement ISA 18.2, NAMUR NA102 EEMUA 191 ISA 18.2 Alarmmanagement EEMUA 191

Die gesammelten Daten in Bezug auf unser Alarmmanagement werden an eine zentrale Einheit weitergeleitet, die für die Datenverarbeitung und -analyse zuständig ist. Diese Einheit verwendet fortschrittliche Algorithmen und Technologien wie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um die Daten in Echtzeit zu analysieren. Durch den Einsatz dieser Technologien können Anomalien frühzeitig erkannt werden, bevor sie zu größeren Problemen führen.
Alarmmanagement - Integration in der Praxis
Schichtprotokolle mit Plant Historian AM
Alarmmanagement ISA 18.2, NAMUR NA102 EEMUA 191 Alarmmanagement EEMUA 191 -
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil eines solchen Systems ist die Priorisierung und Kategorisierung der Warnmeldungen. Nicht alle Ereignisse haben die gleiche Dringlichkeit, daher ist es wichtig, dass das System in der Lage ist, die Schwere eines Ereignisses zu bewerten und entsprechend zu reagieren. Dies verhindert Überlastungen durch unwichtige Meldungen und stellt sicher, dass kritische Ereignisse sofortige Aufmerksamkeit erhalten.
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Zusätzlich muss ein wirksames Benachrichtigungssystem im Alarmmanagement vorhanden sein. Dieses System sorgt dafür, dass relevante Informationen schnell und zuverlässig an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet werden. Dies kann durch verschiedene Kommunikationsmittel geschehen, wie z.B. E-Mail, SMS, Telefonanrufe oder spezielle Anwendungen. Eine klare und präzise Kommunikation ist dabei entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und eine schnelle Reaktion zu ermöglichen.
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Schulungen und regelmäßige Übungen für das Personal sind ebenfalls unverzichtbar. Mitarbeiter müssen in der Lage sein, die verschiedenen Warnmeldungen zu interpretieren und entsprechend zu handeln. Regelmäßige Schulungen stellen sicher, dass das Personal immer auf dem neuesten Stand ist und in kritischen Situationen schnell und effektiv reagieren kann.
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Die Dokumentation und Nachverfolgung von Ereignissen spielt eine wichtige Rolle bei der kontinuierlichen Verbesserung des Systems. Jedes Ereignis sollte detailliert dokumentiert und analysiert werden, um Muster zu erkennen und mögliche Schwachstellen zu identifizieren. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Prozesse kann die Effizienz und Zuverlässigkeit des Systems stetig erhöht werden.
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Ein gut durchdachtes und implementiertes Überwachungs- und Steuerungssystem für Warnmeldungen trägt maßgeblich zur Sicherheit und Effizienz eines Unternehmens bei. Es minimiert Ausfallzeiten, reduziert das Risiko von Unfällen und schützt wertvolle Ressourcen. In einer immer komplexer werdenden industriellen und technologischen Landschaft wird die Bedeutung solcher Systeme weiter zunehmen.
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein effektives System zur Überwachung und Steuerung von Warnmeldungen aus mehreren ineinandergreifenden Komponenten besteht: präzise Sensorik, fortschrittliche Datenanalyse, klare Priorisierung und Kommunikation, regelmäßige Schulungen des Personals sowie kontinuierliche Überprüfung und Optimierung. Nur durch die Kombination all dieser Elemente kann ein Unternehmen sicherstellen, dass es auf unerwartete Ereignisse vorbereitet ist und diese schnell und effizient bewältigen kann.
Alarmmanagement Industrie 4.0
Ein umfassendes System zur Überwachung und Steuerung von Warnmeldungen umfasst viele verschiedene Aspekte, die zusammenwirken, um einen effizienten und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Hier sind einige weitere Details und zusätzliche Informationen, die die Komplexität und die Notwendigkeit eines solchen Systems verdeutlichen. Hier finden sie weitere Informationen: Alarmmanagement
Alarmsysteme 1. Integration von Automatisierung und Digitalisierung
Moderne Systeme zur Überwachung und Steuerung von Warnmeldungen profitieren erheblich von der Automatisierung und Digitalisierung. Durch die Integration von Internet of Things (IoT)-Geräten können Systeme in Echtzeit Daten sammeln und analysieren. Diese digitalen Technologien ermöglichen eine präzise und zeitnahe Erkennung von Unregelmäßigkeiten. Beispielsweise können intelligente Sensoren, die an kritischen Punkten in einem Produktionsprozess installiert sind, kontinuierlich Daten erfassen und über das Internet an eine zentrale Datenbank senden.

Features im Überblick

Zentrales Dashboard

Alarmhäufigkeiten und Schichtereignisse im Blick

Alarmmanagement ISA 18.2 - Alarm Management ISA 18.2 Software - Alarmmanagement Software - Alarmmanagement EEMUA 191 Software

Alarmmanagement ISA 18.2 - Alarm Management ISA 18.2 Software - Alarmmanagement Software - Alarmmanagement EEMUA 191 Software

Anlagenstatus

Ausgabe des Anlagenstatus

E-Mail-Berichte

Benachrichtigung per E-Mail

Berichterstellung

Erstellung von KPI-Berichten

MOC

Verwaltung und Freigabe von Aufgaben

Rechtemanagement

Zentrale Verwaltung von Benutzer- und Gruppenrechten

SPS/PLS

Schnittstelle zu SPS/PLS

Alarmrationalisierung

Alarmabgleich, Bestimmung u. Dokumentation der Gründe

Plant Historian 5 AM

Alarmmanagement nach ISA 18.2, NAMUR NA102 und EEMUA 191 - für mehr Anlagensicherheit und -transparenz

Plant Historian 5 AM ist ein Langzeitarchivsystem für Alarme und Meldungen und unterstützt in kritischen Situationen schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen und somit die Anlagensicherheit zu erhöhen:

  • Mit entsprechend verlinkten Verfahrensanweisungen (bei der Erstellung von Verfahrensanweisungen unterstützen wir Sie mit unserem PLSDOC)
  • Transparenz bei Alarmfluten durch z.B. Alarmlisten nach Prioritäten
  • Alarm Monitorin (Alarmüberwachung): Echtzeit-Visualisierung von eingehenden Meldungen & Events
  • Direkte Informationsweiterleitung bzw. Alarmweiterleitung per SMS, Email, Telefon oder in das digitale Schichtbuch

Dadurch lassen sich Produktionsausfälle, Anlagenstillstände oder gar Unfälle mit fatalen Auswirkungen auf Mensch, Maschine oder Umwelt vermeiden.

Weitere Vorteile für die Produktion:

  • Reduktion vom Alarmaufkommen
  • Entlastung der Operator
  • Reduzierung Zeitaufwand für Störmeldeerfassung, -reporting und -recherche
  • Prozessqualität erhöhen
  • Maschinenauslastung optimieren (OEE)
  • Grundlage für Alarmrationalisierung und MOC (Management of Change)
Plant Historian 5 - Alarmmanagement - KPI-Report ISA 18.2, NAMUR NA102 und EEMUA 191
Plant Historian 5 - Alarmmanagement - KPI-Report ISA 18.2, NAMUR NA102 und EEMUA 191

Anlagensicherheit – Transparenz – zentrale Verfügbarkeit

Benefits

  • Erhöhte Anlagensicherheit durch transparente Darstellung der Alarm- & Eventsituation des Prozessleitsystems/Steuerung
  • Erhöhte Anlagenverfügbarkeit (OEE)
  • Reaktionszeitverkürzung durch Alarm- und Eventweiterleitung per SMS, E-Mail oder Telefon
  • Unterstützung bei der Alarmreduzierung und Entlastung des Anlagenpersonals
  • Automatisches KPI-Reporting nach ISA 18.2, NAMUR NA102 und EEMUA 191 (Folge- und Flatteralarme, durchschnittliche Alarmrate pro Operator, Alarmdauer, Auswertung der Alarmhäufigkeit)
  • Personalisierte Darstellung der Alarminformationen

Core-Features

  • Lückenlose Langzeitarchivierung aller Alarme und Meldungen
  • Zentrales Alarm- & Event (A&E)-Monitoring mit Verlinkung der Verfahrensanweisungen
  • Graphische A&E-Häufigkeitsauswertung und -verteilung (z.B. Top 20-Auswertung)
  • Auswertung der Alarmhäufigkeit nach Kalenderwochen (Erkennen von Alarmtendenzen)
  • Duplikaterkennung: Anzeige von Alarmen die innerhalb +/- 1 Sekunde mehrmals auftreten
  • Auswertung von Folge- und Flatteralarmen
  • Für Userprofile speicherbare Analyse-/Filtereinstellungen von Alarmen & Events
  • Automatische Weiterleitung von Alarmen & Events in digitale Erfassungsmasken, z.B. automatische Störmeldeerfassung, Schichtbucheintrag, SAP, …

Technologien

  • Unternehmensweite, zentrale Installation
  • Webfähigkeit
  • keine Clientinstallation erforderlich
  • Multiuser- und Multiprojektfähigkeit, Skalierbarkeit, Mehrsprachigkeit (23 Sprachen) und Prozessleitsystemunabhängigkeit
  • Standardisierte Schnittstellen zu PLS/SPS Welt
  • OPC-Kopplung für beliebige Prozessleitsysteme/Steuerungen z.B.:
    • Siemens: Simatic PCS7, S7, WinCC, Teleperm M
    • Yokogawa CENTUM VP
    • Emerson: Delta V
    • Honeywell: Experion, FSC102
    • ABB: Freelance, 800xA, Advant Master, Symphony Maestro UX,Contronic P, Contronic E, Operate IT
    • Foxboro: I/A Series
    • HIMA HiMax
    • Invensys Triconex

Auszug unserer Referenzen

Unsere innovativen MES-Software-Serien und Dienstleistungen kommen branchenübergreifend in der Chemie, Petrochemie, Pharmazie, Fertigung, Automatisierung, Automotive, in Kraftwerken, Klärwerken und im Nahrungsmittelbereich zum Einsatz.

Best Practice/Kundenprojekte

Alarmmanagement-Lösung der iMes Solutions kommt beim weltweit umsatzstärksten Chemiekonzern zum Einsatz

Seit 2020 kommt Plant Historian AM – Alarmmanagement beim weltweit umsatzstärksten Chemiekonzern zum Einsatz. Am Standort in Südwestdeutschland wurden in wenigen Wochen insgesamt 11 Betriebe mit unterschiedlichen PLS- und SPS-Systemen angebunden.

Plant Historian AM bietet dem Kunden ein robuste, intuitive und skalierbare Alarmmanagement-Lösung unter Erfüllung sämtlicher Anforderungen. Die unterschiedlichen Leitsysteme und Steuerungen werden zentral dargestellt. Zusätzliche PLS-/SPS-Systeme konnten ohne Ausfallzeiten angebunden werden.

Durch die Reduktion des Alarmaufkommens konnte schon nach wenigen Monaten Stillstände reduziert, die Anlagenauslastung optimiert und die Prozessqualität erhöht werden.

Plant Historian AM – Alarmmanagement – bietet Unternehmen der Prozessindustrie eine effiziente, robuste und transparente Lösung zur Steigerung der Anlagensicherheit und Reduzierung des Alarmaufkommens. Unsere Alarmmanagement-Lösung ist sowohl für kleine als auch für große Unternehmen geeignet. Werksweite Lösungen mit mehr als 90 Betrieben, 300 Servern und über 300.000 Messstellen wurden bereits erfolgreich realisiert.

Detaillierte Beschreibung als PDF

Namhafter Petrochemie-Konzern setzt auf Plant Historian Alarmmanagement & Alarmrationalisierung

Seit 2016 kommt Plant Historian AM - Alarmmanagement - in einer der größten Ölraffinerien im deutschsprachigen Raum zum Einsatz - seit 2018 in Kombination mit dem Modul Plant Historian AR - Alarmrationalisierung. Am Standort sind ca. 2000 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Einsatz sind verschiedenste Prozessleitsysteme und Steuerungen unterschiedlicher Hersteller – ABB Symphony und Foxboro I/A, sicherheitsgerichtete Steuerungen wie HIMA HiMax und Invensys Triconex. Für die mehr als 120.000 täglichen Meldungen in 3 Betrieben gab es keine betriebliches Meldemonitoring oder die Möglichkeit, Alarmhäufigkeiten oder die Alarmdauer intuitiv auszuwerten.

Plant Historian AM/AR bietet dem Kunden ein nachhaltiges Alarmmanagement unter Erfüllung sämtlicher Anforderungen. Die unterschiedlichen Leitsysteme und Steuerungen werden eingebunden und zentral dargestellt. Neben einem zentralen Meldemonitoring, der graphischen Auswertung von Alarmhäufigkeiten, nutzt der Kunde auch die Vorteile des automatisierten KPI Reportings nach ISA 18.2

Die Anwendung ist intuitiv und benutzerfreundlich.

Systematisches Alarmmanagement mit Plant Historian AM/AR – Alarmmanagement/-rationalisierung – ist sowohl für kleine als auch für große Gewerke gleichermaßen geeignet. Werksweite Lösungen mit mehr als 300 Servern sind problemlos realisierbar.

Detaillierte Beschreibung als PDF

Plant Historian Alarmmanagement bei einem Schweizer Chemiekonzern

Seit 2007 ist Plant Historian AM – Alarmmanagement - in der südostbayrischen Dependance eines der größten Produzenten von Spezialchemikalien  im Einsatz.

Im Einsatz sind verschiedenste Prozessleitsysteme und Steuerungen unterschiedlicher Hersteller wie Siemens PCS7, ABB 800xA, ABB Freelance, ABB Symphony sowie Hima HIMAX und Honeywell FSC. Insgesamt wurden 6 Leitsysteme und Steuerungen unterschiedlicher Hersteller mit 16 PLS-Konnektierungen angebunden.

Plant Historian AM bietet dem Kunden die Möglichkeit der Langzeitarchivierung von Alarmen & Events. Die unterschiedlichen Leitsysteme und Steuerungen werden eingebunden und zentral dargestellt. Die Anwendung ist intuitiv und benutzerfreundlich. Ein wesentlicher Punkt ist auch die Skalierbarkeit ohne störenden Eingriff in den laufenden Betrieb. Letzteres erwies sich als unschätzbarer Vorteil bei der schrittweisen Erweiterung auf ein werksweites, zentrales Alarmmanagementsystem.

Plant Historian AM — Alarmmanagement bietet Unternehmen der chemischen Industrie eine effiziente, robuste und transparente Lösung zur Steigerung der Anlagensicherheit und Reduzierung des Alarmaufkommens.

Plant Historian AM – Alarmmanagement

Demoversion Alarmmanagement

Nutzen Sie die Möglichkeit einer Demoversion für die Alarmmanagement-Lösung Plant Historian AM und überzeugen Sie sich von Leistungs- und Funktionsumfang. Nach Absenden Ihrer Kontaktdaten werden wir uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen.

Plant Historian 5 AM – Alarmmanagement

Erhöhte Anlagensicherheit durch transparente Darstellung der Alarm- & Eventsituation:

  • Zentrales Alarm- & Event (A&E)-Monitoring mit Verlinkung der Verfahrensanweisungen
  • Reaktionszeitverkürzung durch Alarm- und Eventweiterleitung
  • Automatische Weiterleitung von Alarmen & Events in digitale Erfassungsmasken

Noch Fragen? Wir freuen uns über Ihre Anfrage!

Tel. +49 8677 9618-0
info@imes-solutions.com

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Grundlagen & Einordnung

Ein Alarmmanagementsystem erfasst, archiviert und analysiert Alarme und Meldungen aus Prozessleitsystemen langfristig, um Bedienpersonal in kritischen Situationen bei schnelleren Entscheidungen zu unterstützen. Es ergänzt das Prozessleitsystem selbst, das Alarme in Echtzeit anzeigt, um eine strukturierte, auswertbare Historie dieser Alarme über Tage, Wochen und Jahre hinweg.

Alarmmanagement erfasst und archiviert Alarme sowie deren Häufigkeit und Dauer, während Alarmrationalisierung auf dieser Datenbasis aufbaut, um unnötige oder redundante Alarme systematisch zu reduzieren. Bei Plant Historian sind beide Bausteine eng miteinander verzahnt: Die im Alarmmanagement erfassten KPIs bilden die Entscheidungsgrundlage für die anschließende Rationalisierung.

Alarmmanagement konzentriert sich auf diskrete Ereignisse wie Grenzwertüberschreitungen und Störmeldungen, während Prozessdatenarchivierung kontinuierliche Messwerte wie Temperatur oder Druck über die Zeit erfasst. Beide Systeme greifen häufig auf dieselbe Anlagenanbindung zurück, werten die Daten aber für unterschiedliche Zwecke aus.

Standards & Regulatorik

ISA 18.2 ist ein internationaler Standard zur Gestaltung, Implementierung und Bewertung von Alarmmanagementsystemen in der Prozessindustrie, der unter anderem KPIs wie die durchschnittliche Alarmrate pro Operator und die Alarmdauer definiert. Ein Alarmmanagementsystem, das automatisiertes Reporting nach ISA 18.2 unterstützt, liefert diese Kennzahlen ohne manuelle Auswertung

NAMUR NA102 ist eine Empfehlung des NAMUR-Anwenderverbands für Automatisierungstechnik in der Prozessindustrie, die Anforderungen an Alarmmanagementsysteme speziell für den deutschsprachigen und europäischen Raum konkretisiert. Sie ergänzt ISA 18.2 um praxisnahe Vorgaben zur Bewertung von Alarmsituationen im laufenden Anlagenbetrieb.

EEMUA 191 ist eine Richtlinie der Engineering Equipment and Materials Users Association, die Best Practices für Design und Betrieb von Alarmsystemen beschreibt, unter anderem zur Vermeidung von Alarmüberflutung (Alarm Flooding). Sie gilt neben ISA 18.2 als einer der international am häufigsten referenzierten Standards für Alarmmanagement.

Zu den zentralen KPIs zählen die durchschnittliche Alarmrate pro Operator, die Alarmdauer, der Anteil an Folge- und Flatter-Alarmen sowie die Auswertung der Alarmhäufigkeit über bestimmte Zeiträume. Ein Alarmmanagementsystem, das diese Kennzahlen automatisiert bereitstellt, reduziert den manuellen Aufwand für die Nachweisführung gegenüber Auditoren oder Behörden erheblich.

Funktionsumfang & Leistungsmerkmale

Alarm-Flooding bezeichnet eine Situation, in der Bedienpersonal in kurzer Zeit mit so vielen Alarmen konfrontiert wird, dass eine sinnvolle Priorisierung kaum noch möglich ist. Ein Alarmmanagementsystem schafft hier Transparenz, indem es Alarmlisten nach Prioritäten strukturiert und die zugrundeliegenden Muster für eine spätere Rationalisierung sichtbar macht.

Flatter-Alarme sind Alarme, die innerhalb kurzer Zeit wiederholt aus- und wieder eingehen, meist als Folge von Messwertschwankungen nahe einem Grenzwert. Folgealarme (Follow-up Alarms) entstehen, wenn eine ursächliche Störung eine Kette weiterer Alarme auslöst; ihre gezielte Analyse hilft, die eigentliche Ursache von reinen Symptomen zu unterscheiden.

Ein Alarmmanagementsystem erkennt Alarme, die mehrfach innerhalb eines sehr kurzen Zeitfensters von etwa einer Sekunde auftreten, als Duplikate und kennzeichnet sie entsprechend. Das verhindert, dass ein und dasselbe Ereignis die Alarmstatistik künstlich aufbläht und die KPI-Auswertung verfälscht.

Alarme und Ereignisse lassen sich automatisch per SMS, E-Mail, Telefon oder direkt an das digitale Schichtbuch weiterleiten, sodass zuständige Personen auch außerhalb der Leitwarte informiert werden. Diese direkte Weiterleitung verkürzt die Reaktionszeit bei kritischen Ereignissen deutlich gegenüber einer rein visuellen Anzeige im Prozessleitsystem.

Technische Integration & Kompatibilität

Über OPC-Kopplung lässt sich Plant Historian 5 AM an praktisch jedes gängige Prozessleitsystem anbinden, darunter Siemens Simatic PCS7, S7 und WinCC, Emerson DeltaV, Honeywell Experion, ABB Freelance und 800xA, Foxboro I/A Series sowie sicherheitsgerichtete Systeme wie HIMA HiMax und Invensys Triconex. Dadurch lassen sich auch heterogene Anlagenlandschaften mit mehreren Leitsystem-Herstellern zentral auswerten.

Einführung & Implementierung

Ja, zusätzliche Prozessleitsysteme oder Anlagenteile lassen sich ohne Downtime der bestehenden Umgebung einbinden. Das ist insbesondere bei unternehmensweiten Rollouts über mehrere Standorte hinweg relevant, wenn eine Einführung typischerweise in Etappen statt auf einen Schlag erfolgt.

Nutzen & Wirkung

Alarmmanagement erhöht die Anlagensicherheit, indem es Alarm- und Ereignissituationen transparent macht und dadurch schnellere, fundiertere Entscheidungen in kritischen Momenten ermöglicht. Produktionsausfälle, Anlagenstillstände oder im schlimmsten Fall Unfälle mit Personen-, Maschinen- oder Umweltschäden lassen sich dadurch nachweislich vermeiden.

Durch die gezielte Analyse von Alarmhäufigkeit und -mustern lassen sich wiederkehrende Störungsursachen identifizieren und beheben, bevor sie zu ungeplanten Stillständen führen. In einem dokumentierten Fall konnte ein Kunde durch die Reduzierung der Alarmanzahl Stillstandzeiten senken und die Prozessqualität innerhalb weniger Monate spürbar verbessern.

Weniger unnötige Alarme und schnellere Reaktionszeiten auf tatsächlich relevante Störungen wirken sich direkt auf die Anlagenverfügbarkeit aus, einer der drei Faktoren der OEE-Berechnung. Alarmmanagement liefert damit einen der Hebel, über die sich die Gesamtanlageneffektivität systematisch steigern lässt.

Die im Alarmmanagement erfassten Kennzahlen zu Alarmhäufigkeit, -dauer und Chattering-Verhalten bilden die faktenbasierte Grundlage für die anschließende Alarmrationalisierung sowie für Management-of-Change-Prozesse (MoC). Ohne diese Datenbasis müssten Entscheidungen zur Reduzierung oder Anpassung von Alarmen auf Erfahrungswerten statt auf belastbaren Zahlen beruhen.

Branchenspezifische Anwendungsfälle

Alarmmanagementsysteme werden branchenübergreifend eingesetzt, insbesondere in der chemischen und petrochemischen Industrie, der Pharmaproduktion, in Kraftwerken, Abwasserbehandlungsanlagen, der Automobilindustrie und der Lebensmittelverarbeitung. Gemeinsam ist diesen Branchen ein hoher Automatisierungsgrad, bei dem Prozessstörungen frühzeitig erkannt werden müssen.

In der chemischen Industrie hilft Alarmmanagement dabei, sicherheitsrelevante Grenzwertverletzungen frühzeitig zu erkennen und die nach ISA 18.2 geforderten Kennzahlen für Audits und Behördennachweise automatisiert bereitzustellen. Dokumentierte Einsätze bei einem der weltweit größten Chemieunternehmen sowie in einer der größten Raffinerien des deutschsprachigen Raums zeigen den Einsatz bei mehreren zehntausend täglichen Meldungen.

Ja, Alarmmanagement wird auch in Kraftwerken und Abwasserbehandlungsanlagen genutzt, um die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen und Betreiberpersonal bei der Priorisierung von Störmeldungen zu unterstützen. Gerade bei sicherheitskritischer Infrastruktur ist die lückenlose Dokumentation von Alarmen zusätzlich Voraussetzung für regulatorische Nachweise.

Kosten & Lizenzierung

Die Kosten richten sich vor allem nach der Anzahl der anzubindenden Prozessleitsysteme, der Anzahl der Messstellen sowie dem Integrationsaufwand in die bestehende Systemlandschaft. Eine pauschale Preisangabe ist daher wenig aussagekräftig; für eine belastbare Einschätzung empfiehlt sich ein unverbindliches Gespräch mit unserem Vertrieb.

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